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Jugendtauchausfahrt Sundhäuser See in Nordhausen, Thüringen

 

Wie jedes Jahr begannen die Vorbereitungen für die Ausfahrt schon mehrere Tage davor, nämlich mit dem Ausleihen von Geräten am 2. September und dem Beladen der Busse am 4. September.

Doch anders als die letzten Jahre war das diesjährige Ziel nicht Kroatien sondern Thüringen genauer gesagt an den Sundhäuser See in Nordhausen. Zudem ging die Ausfahrt 2020 einen Tag kürzer - dies war, wie so Vieles dieses Jahr Covid-19 geschuldet.

Mit zwar nicht ganz so großer Vorfreude wie sonst, aber doch auch frohen Mutes begann schließlich die Ausfahrt am Samstag, den 5. September. Das andere Ziel hatte auch seine guten Seiten: Die Fahrtzeit war wesentlich kürzer, sodass wir noch an diesem Tag unseren ersten Tauchgang machen konnten. Allerdings waren die ersten Eindrücke getrübt durch die Lage unseres Campingplatzes – zwar war er direkt am Ufer des Sundhäuser Sees, aber auch in einem Industriegebiet und direkt hinter unserem Stellplatz befand sich eine scheinbare Fabrikruine.

Am nächsten Tag ging es los mit der Erkundung des Sees. Neben mehreren Wracks, vielen Fischen und Plattformen hatte dieser auch noch eine extra für Taucher errichtete Stadt mit Kirche und Friedhof.

Auch unseren ersten Nachttauchgang unternahmen wir schon am Sonntag und sichteten Aale, viele Hechte und einen Silberkarpfen. Das alte Kroatien-Feeling war wieder da, sobald wir die Zelte aufgebaut und eingerichtet hatten. Dieses wurde allerdings jäh gestört, als sich die Fabrikruine als noch laufende Asphaltfabrik herausstellte und täglich (!) um 4:30 mit der Arbeit begann.

Das Wetter war in den ersten Tagen eher weniger „kroatienhaft“, verbesserte sich aber von Tag zu Tag und an die Fabrik gewöhnten wie uns langsam. Die zahlreichen Karpfen, Attraktionen und der zweite Nachttauchgang am 8.9 verschafften uns Abwechslung. Das Essen war wie jedes Jahr sehr lecker und vielfältig. Dieses Jahr waren die Spülspiele wieder eingeführt worden und wurden Auslöser für Diskussionen, aber auch gute Unterhaltung.

Am Mittwoch machten wir einen Tagesausflug nach Sachsen an den Kulkwitzer See, der für klares Wasser und Welse bekannt ist. Die Versprechen erfüllten sich und jeder bekam einen Wels zu Gesicht, außerdem konnte ein kleiner, versengter Flieger unter Wasser betrachtet werden.

Die Lust aufs Tauchen nahm am letzten Tag aufgrund von schlechter werdender Sicht und der schlichten Tatsache, dass alle Attraktionen schon betaucht worden waren, ab. Trotzdem wurden, wenn auch mit geringerer Teilnehmeranzahl, am letzten Tag noch 2 weitere Tauchgänge durchgeführt, einer sogar noch an den benachbarten Möwensee.

Die Ausfahrt war trotz der Einschränkungen durch Covid-19 ein voller Erfolg, allerdings sind wir uns alle einig, dass die nächste Ausfahrt (wenn möglich) wieder nach Kroatien gehen soll.

 

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